Theatherstück Antigone – Corona, UA auf der Tiefburg Handschuhsheim am 24.09.2021

Der Stücktext basiert auf der antiken Tragödie und schlägt den Bogen zur aktuellen Krise.

Die staatlich verordneten Corona- Maßnahmen greifen zutiefst in die Freiheitsrechte der Bürger ein, um die Menschheit vor Krankheit und Tod zu schützen. Betrachten wir die Problematik der aktuellen Corona-Krise durch die Folie der antiken Tragödie, werden die zeitlosen Aspekte beider Staatskrisen verdeutlicht und die aktuellen gesellschaftlichen Konflikte reflektiert.

Damals: König Kreon hat Gesetze erlassen, die uralte Sitten und Gebräuche unter Strafe stellen. Hintergrund ist eine überwundene Pest und der folgende Bruderkrieg zwischen den beiden Königssöhnen Eteokles und Polyneikes. Da beide im Kampf fallen, reißt Kreon, deren Onkel, die Herrschaft an sich und gebietet, dem Polyneikes jede Bestattung zu verweigern, weil er mit einem fremden Heer die eigene Stadt angegriffen hat.

Doch seine Schwester Antigone begräbt ihn, weil sie das alte Familienrecht höher achtet als die Gesetze des Staates. Der Konflikt ist eröffnet zwischen Staatsraison und altem Blutrecht.

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